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Blaulicht

Jahresstatistik 2021: Erneute Zunahme von Notrufen und Einsätzen, weniger Verkehrstote und Rückgang bei den Straftaten

2022-03-28 11:00:11
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Quelle: Kantonspolizei Schwyz

Im Jahr 2021 war die Kantonspolizei Schwyz erneut stark gefordert, wie die Kantonspolizei Schwyz meldet.

Notrufe und Einsätze nahmen deutlich zu. Auch die Corona Pandemie beschäftigte die Kantonspolizei Schwyz.

Die vielen Einsätze und Kontrollen stellten eine besondere Herausforderung dar. Erfreulich sei der mit 740 registrierten Verkehrsunfällen anhaltende Rückgang der Zahlen.

Vier Personen liessen auf Schwyzer Strassen ihr Leben, sechs weniger als im Vorjahr. Unaufmerksamkeit und Ablenkung stellen die Hauptursache für Verkehrsunfälle dar.

Die Anzahl der Straftaten im Kanton Schwyz sank um 11.8 Prozent und liegt erstmals seit über zehn Jahren unter 5000. Im Bereich der Cyberdelikte war ein Rückgang zu verzeichnen, sie stellen für die Kantonspolizei aber weiterhin eine grosse Herausforderung dar. Die sinkende Tendenz bei der Häuslichen Gewalt setzt sich weiter fort.

Leider haben Gewalt- und Drohung sowie die Hinderung einer Amtshandlung / Störung des Polizeidienstes im vergangenen Jahr zugenommen.Die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben auch das Jahr 2021 geprägt. Dank der internen Massnahmen konnte die Anzahl Erkrankungen im Korps erneut tief gehalten und damit die Einsatzbereitschaft jederzeit aufrechterhalten werden.Während der Pandemie galt es eine grosse Anzahl von Kontrolltätigkeiten sicherzustellen.

Aufgrund der häufigen Änderungen bei den Vorschriften war der Einsatz von speziell gebildeten Teams erforderlich. 2021 wurden 1480 Kontrollen von Veranstaltungen, Lokalen und Geschäften durchgeführt, im Vorjahr waren es 1750. Im Journal finden sich 519 (750) Einträge mit Bezug zur Corona-Pandemie.

Gleichzeitig musste auch das Alltagsgeschäft bewältigt werden. Die Zahl der Notrufe habe mit insgesamt 32 471 (28 166) nochmals deutlich zugenommen.

Auch die protokollierten Einsätze seien von 17`996 auf 19`136 wiederum gestiegen.Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 740 (782 im Vorjahr) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Dabei liessen vier Menschen ihr Leben, sechs weniger als im Vorjahr.

43 (69) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, sechs (fünf) lebensbedrohliche. Nach einem markanten Anstieg im Vorjahr, wurden mit 255 Personen (338) wieder wesentlich weniger Leichtverletzte registriert.

Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden sank um 69 und liegt damit wieder im Bereich der Vorjahre, während diejenigen mit Sachschaden um 33 auf 485 angestiegen sind.Mit einem Anstieg von 112 auf 146 Unfälle sei Unaufmerksamkeit und Ablenkung neu wieder die häufigste Unfallursache. Ebenfalls angestiegen und zweithäufigste Unfallursache sei das Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Verhältnisse (107 auf 127).

Missachten des Vortritts sei mit einem Rückgang um 34 auf 107 Unfälle neu auf dem dritten Platz. Nach einer Zunahme um 15 auf 44 Fussgängerunfälle im Vorjahr gingen die Unfälle wieder auf 29 zurück.

Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, bewegen sich weiterhin auf einem tiefen Niveau, die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 17 (25). Die Zahl der auf Fahrrädern Verunfallten sank erneut, nämlich von 58 auf 36.Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden fünf Personen erheblich verletzt, was eine Abnahme um vier Verunfallte bedeutet.

10 (14) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.Die Zahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder ging erneut zurück, von elf auf sieben Verunfallte. Die Kantonspolizei Schwyz setzt weiterhin alles daran, die Zahlen weiter zu senken.

Dies mit Präventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden und gezieltem Verkehrsunterricht in den Schulen. 13 818 (11 539) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention.

An 19 Schulorten standen zudem insgesamt 466 Schülerpatrouilleure im Einsatz. den.

1651 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs insgesamt 22 durchgeführten Radtests, wovon über 95% bestanden haben. Für die Miteinbindung der Erziehungsberechtigten wurden massgeschneiderte Informationsvideos produziert, welche insgesamt 4700 Aufrufe generierten.Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 72 927 (71 740) Ordnungsbussen sowie 927 (1020) Anzeigen an die Staatsanwaltschaft.

Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen stieg minim an und liegt neu bei 0.40 % (0.39 %). Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von Fr.

5 811 230 (5 601 230) ausgestellt werden. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt Fr.

678 605 (701 052) aus.Im Jahr 2021 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4971 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 664 Straftaten (- 11.8%) entspricht. Im schweizweiten Vergleich sei Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch der zweitsicherste Kanton.Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 203 Delikte (2020: 237) verzeichnet werden, was einer Abnahme um 14.3% entspricht.

Die Aufklärungsquote liegt bei 91.6% (2020: 93.2%). Im Jahr 2021 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz zwei versuchte Tötungsdelikte, aber kein vollendetes Tötungsdelikt (2020: ein vollendetes und vier versuchte Tötungsdelikte).

Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen sank die Deliktszahl von 65 auf 59 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen stiegen von sechs auf dreizehn Delikte.

Es waren acht Raubüberfälle (2020: 5) zu verzeichnen. Im Bereich Häusliche Gewalt wurden 116 Straftaten registriert.

Das seien 39 Delikte weniger als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.Die Delikte gegen das Vermögen gingen zurück.

So wurden 2035 Straftaten verzeichnet, 11.9% weniger als im Vorjahr. Zurückgegangen seien Betrugsdelikte von 324 auf 282 Straftaten.

Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten sank auf 30.2% (2020: 31.4%). Die Zahl der Ein- und Aufbrüche sei um 48 auf 139 Delikte zurückgegangen.

Dies bedeutet eine Abnahme um - 25.7%. Die Aufklärungsquote sank auf 8.6% (2020: 12.3%).

Mit 637 Sachbeschädigungen wurde eine Abnahme um 43 Taten (- 6.3%) verzeichnet, 23.4% (2020: 28.7%) konnten aufgeklärt werden. Erpressungsdelikte stiegen jedoch um + 266.7% auf 33 Straftaten an.Zudem sei eine Zunahme der Anzahl Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität um 7 auf 95 Delikte (+ 8.0%) zu verzeichnen.

Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 91.6% (2020: 97.7%). Deutlich gestiegen seien sexuelle Handlungen mit Kindern auf 16 Straftaten (2020: 12).

Pornografie stieg um 19.0% auf 50 Straftaten. Gesunken sei der Exhibitionismus auf 5 Straftaten (2020: 6).

Die Vergewaltigung blieb unverändert bei 6 Straftaten.Die Anzahl der Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sei um 300 auf 808 Delikte (- 27.1%) deutlich gesunken. Eine Abnahme sei auch beim Eigenkonsum um 350 auf 676 Delikte (- 34.1%) zu verzeichnen.

Stark zugenommen habe die Anzahl Straftaten bei Anbau/Herstellung um 23 auf 32 Fälle (+ 255.6%). Eine leichte Zunahme sei beim Handel um 5 auf 42 Delikte (+ 13.5%) sowie beim Schmuggel um 1 auf 11 Delikte (+ 10.0%) zu verzeichnen.

2021 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 21 551 g (2020: 16 017 g), Halluzinogene 1317 g (2020: 41 g), LSD 142 Stück (2020: 41 Stück), Hanfpflanzen 1309 Stück (2020: 1510 Stück), Ecstasy 24 Stück (2020: 82 Stück), Kokain 102 g (2020: 4634 g) sowie GHB/GBL 87 ml (2020: 802 ml). Im Berichtsjahr verstarben keine Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 213 Fällen (2020: 221) aus.

Dabei wurden insgesamt 278 Personen (2020: 279) angehalten. Der Arbeitsaufwand sank um 76 Std.

auf 1047 Std.Die Zahl der Brandstiftungen sei um 4 auf 4 Fälle gesunken. Die Aufklärungsquote liegt bei 75.0% (2020: 25.0%).

Zugenommen haben die Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 14 auf 39 Anzeigen, was eine Zunahme um 56.0% bedeutet.Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz sei mit 62.8% gestiegen (2020: 61.7%). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 52.1 %.

Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 45.5% (2020: 44.8%) und damit leicht über dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschuldigten reduzierte sich um 578 auf 2742 (- 17.4%).

Bei den Straftaten waren 54.4% der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (2020: 55.8%). Einer Ausländerrate von 45.6% steht eine solche von 44.2% im Vorjahr gegenüber.

31.0% der Beschuldigten seien der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (2020: 32.1%). 3.5% der Beschuldigten waren Asylsuchende (2020: 3.7%) und 14.0% (2020: 15.0%) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet.

Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 361 (2020: 491) sei um 26.5% gesunken. Die Jugendrate sank auf 13.2% (2020: 14.8%).Die Anzahl Cybercrime-Straftaten sei um 27 auf 435 Delikte gesunken (2020: 462).

Davon entfielen 219 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 15 704 847.Polizeikommandant Oberstlt Damian Meier blickt auf ein intensives Jahr zurück, welches auch für die Kantonspolizei Schwyz erneut stark im Zeichen von Corona stand.

Trotz hoher Fallzahlen konnte die Einsatzbereitschaft dank der früh ergriffenen internen Massnahmen jederzeit sichergestellt werden. Eine besondere Herausforderung stellten die häufigen Änderungen bei den Massnahmen/Regeln dar.

"Wiederum sei die Anzahl der Notrufe gestiegen, die Bevölkerung war im vergangenen Jahr sehr oft auf unsere Hilfe angewiesen", konstatiert Damian Meier. Sehr erfreulich sei der Rückgang bei der Häuslichen Gewalt, hier gilt es aber weiterhin konsequent vorzugehen, damit die Gewalt weiter reduziert werden kann.Ebenfalls erfreulich ist, dass die Verkehrsunfälle weiter zurückgegangen seien und dass es insbesondere weniger Verkehrstote und Verletze gab.

Einen speziellen Fokus legte die Kantonspolizei auf den Langsamverkehr. "Gerade im Bereich des Langsamverkehrs und damit der verletzlichsten Verkehrsteilnehmenden werden wir in Zukunft einen zusätzlichen Effort leisten, um das bei solchen Unfällen ausgelöste Leid zu reduzieren", so Damian Meier.Die Anzahl der im Kanton Schwyz verzeichneten Straftaten befindet sich auf dem tiefsten Wert seit über zehn Jahren und habe die 5000er-Grenze unterschritten", bilanziert der Schwyzer Polizeikommandant.

Damit bleibt der Kanton Schwyz einer der sichersten der Schweiz. Auch die Aufklärungsquote verbleibt auf einem hohen Niveau.

Unerfreulich sei der Anstieg von Verzeigungen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte und die Zunahme der Hinderung von Amtshandlungen beziehungsweise Störung des Polizeidienstes. "Bei diesen Delikten vertreten wir weiterhin eine Null-Toleranz-Haltung", so Kommandant Meier.

Bei den Cyberdelikten sei eine leichte Entspannung zu verzeichnen, aber sie bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau und werden die Kantonspolizei auch künftig fordern."Die vorliegenden Zahlen zeigen eindrücklich auf, wie gut unsere Kantonspolizei ihrem Auftrag nachkommt, nämlich die Sicherheit und das Sicherheitsempfinden unserer Bevölkerung zu erhöhen", bilanziert Regierungsrat Herbert Huwiler, Vorsteher des Sicherheitsdepartements. Dank der hervorragenden Arbeit und dem aufwändigen Einsatz der Kantonspolizei Schwyz im intensiven Corona-Jahr 2021 zähle der Kanton Schwyz nach wie vor zu den sichersten Kantonen der Schweiz.

Die hohe Professionalität und das täglich erforderliche Augenmass der Mitarbeitenden würden von der Schwyzer Bevölkerung und der Regierung sehr geschätzt.Der auch im Kanton Schwyz feststellbare Trend der Verlagerung von Straftaten in den Cyberraum werde die Kantonspolizei künftig noch vermehrt fordern. Besonders erfreut zeigt sich der Sicherheitsdirektor über die Präventionstätigkeit seiner Polizei, welche zur positiven Entwicklung der Verkehrs- und Kriminalzahlen beigetragen habe.

Die Arbeit gehe der Kantonspolizei aber nicht aus. Dies gelte nicht nur für den virtuellen Raum: Insbesondere in den Bereichen der Jugendkriminalität und der Betäubungsmitteldelikte werde ein zusätzlicher Effort zu leisten sein.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Verhinderung von Straftaten stelle weiterhin das Bedrohungsmanagement dar."Die Politik werde weiterhin dafür besorgt sein, unserer Kantonspolizei die nötigen personellen und materiellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Auftrag auch bei stetig veränderten Ansprüchen wahrnehmen kann, so dass der Kanton Schwyz weiterhin einer der sichersten bleibt", hält Regierungsrat Herbert Huwiler fest. Er dankt allen Mitarbeitenden der Kantonspolizei für den grossen Einsatz zugunsten der Sicherheit der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Schwyz..

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