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Pläne für ein attraktives Stadtzentrum

  • Pläne für ein attraktives Stadtzentrum
    Pläne für ein attraktives Stadtzentrum (Bild: Stadt Luzern)
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    Pläne für ein attraktives Stadtzentrum (Bild: Stadt Luzern)
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    Pläne für ein attraktives Stadtzentrum (Bild: Stadt Luzern)
2021-08-23 09:05:22
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Quelle: Stadt Luzern

Noch ist vieles in den Köpfen und auf Papier, wie die Stadt Luzern berichtet.

Und es werde wohl noch eine Weile dauern, bis sämtliche Aufwertungs- und Entwicklungsprojekte rund um den Bahnhof realisiert sind. Allen voran der Durchgangsbahnhof Luzern selber.

Läuft es bei diesem Jahrhundertprojekt nach Plan, werde er 2040 eröffnet. Allerdings gilt es noch einige Hürden zu nehmen.So werden der National- und Ständerat voraussichtlich 2026 über den Baukredit entscheiden.

Erst dann sei gewiss, dass der 3,5 Kilometer lange Tunnel von Ebikon unter dem See hindurch, der Tiefbahnhof mit vier Gleisen sowie die unterirdische Zu- und Wegfahrt durch das Gebiet Heimbach gebaut werden können. Zurzeit erarbeitet die SBB das Vorprojekt, und die Stadt habe im Frühling eine Testplanung zu den Auswirkungen auf das Stadtzentrum durchgeführt.Nicht alle Projekte zur Aufwertung der Innenstadt haben aber solch lange Planungsphasen.

Es könne auch sehr schnell und unkompliziert gehen. So ermöglicht der Stadtrat auch im Sommer 2021 Pop-up-Parks auf Parkplätzen und auf leer stehenden oder kaum genutzten öffentlichen Flächen.

An sieben Standorten entstehen jeweils für zwei Monate kleine Begegnungsräume und grüne Verweiloasen mitten in der Stadt. Zudem wurde Anfang Juli 2021 der Abschnitt der Waldstätterstrasse vor der Migros für den Autoverkehr gesperrt und temporär mit Sitzgelegenheiten, Pflanztrögen und Spielmöglichkeiten umgestaltet.Eine kurzfristige Aufwertung am linken Seeufer sei das Open-Air-Atelier auf dem Bootshallendach bei der Ufschötti, das sogenannte «Apothekergärtli».

In vier Marktständen können Kunstschaffende während der Sommerferien ihre Ateliers einrichten. Das «Kulturgärtli» öffnet seine Tore jeweils von 8 bis 20 Uhr.

Während der Nacht werde das Areal abgeschlossen und bewacht. Denn das «Apothekergärtli» habe einen zweifelhaften Ruf.

Vor allem an den Wochenenden halten sich nachts viele Personen auf dem Dach auf und stören dabei die Nachbarschaft. Die Stadt werde deshalb 2023 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Sie solle zeigen, wie die Zugänglichkeit und die Einsehbarkeit und somit die Sicherheit verbessert werden können.Die Machbarkeitsstudie zum «Apothekergärtli» sei Teil des Entwicklungskonzepts linkes Seeufer, das im September 2021 im Grossen Stadtrat behandelt wird. Ziel des Konzepts ist, die Lebens- und Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Bis 2023 will der Stadtrat sieben Umsetzungsprojekte anpacken. Massnahmen, die kurz- und mittelfristig spürbare Verbesserungen im Quartier bringen, wurden auch von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gewünscht, die an den Workshops und Befragungen im Rahmen des Entwicklungskonzepts teilgenommen haben.Bereits in diesem Jahr werde mit der ökologischen Aufwertung des Seeufers und der Flachwasserzone bei den Brutinseln vor der Kantonsschule Alpenquai begonnen.

2022 sollen 28 Parkplätze auf dem technischen Sporn aufgehoben und für rund drei Jahre in Form eines Pop-up-Parks als Freiraum umgenutzt werden. Zudem werde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Tribschenstrasse erarbeitet.

Ziel sei es, den Strassenraum als Lebensraum aufzuwerten und in eine Schattenachse umzugestalten.Der Alpenquai solle zu einer grünen Fuss- und Veloverbindung werden. Um neue Freiräume zu schaffen und dem wertvollen Baumbestand den nötigen Raum zu geben, werde er ab 2023 teilweise stark reduziert.

Beim südlichen Abgang des Werftstegs sei zudem ein neuer Platz angedacht – der «Werftplatz», ein Begegnungsort mit publikumsorientierten Erdgeschossnutzungen und Begrünung. In einer Vorstudie sollen ab 2023 mögliche Varianten aufgezeigt werden.Beim Inseli hingegen dürfte es noch etwas länger gehen.

2017 habe die Luzerner Stimmbevölkerung die Initiative «Lebendiges Inseli statt Blechlawine» angenommen. Sie fordert, dass der Carparkplatz aufgehoben und die Grünanlage erweitert wird.

Ursprünglich war vorgesehen, dass basierend auf dem Entwicklungskonzept für das linke Seeufer ein Projektwettbewerb für das Inseli durchgeführt wird. Die Vorbereitungsarbeiten zum Wettbewerb haben nun aber gezeigt, dass die Beibehaltung der Lozärner Määs und die Umsetzung der Initiative Anforderungen mit sich bringen, die schwierig zu vereinbaren sind.

Zudem ergeben sich laufend neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Jahrhundertprojekt «Durchgangsbahnhof Luzern».Der Stadtrat habe deshalb entschieden, den Projektwettbewerb zu sistieren und eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Mit ihr werden die vielfältigen Anforderungen an den Raum Inseli vertieft überprüft und der Spielraum für Lösungen aufgezeigt.

Ende 2021 entscheidet der Stadtrat über das weitere Vorgehen.Weit fortgeschritten seien die Planungen für die neue Bahnhofstrasse. Ab 25. August 2021 liegt das Projekt öffentlich auf.

Am 11. November 2021 sei es im Grossen Stadtrat traktandiert, und voraussichtlich am 13. Februar 2022 entscheiden die Stadtluzerner Stimmberechtigten über den Sonderkredit für die neue Velostation. Deren Bau kostet 17,8 Millionen Franken.

Der Bund beteiligt sich mit 1,74 Millionen Franken. Hinzu kommen 1,46 Millionen Franken für den Betrieb und den Unterhalt der Station während zehn Jahren.Die unterirdische Velostation solle im vorderen Bereich der Bahnhofstrasse zwischen Bahnhofplatz und Seidenhofstrasse mit einem direkten Zugang zur Bahnhofunterführung realisiert werden.

Sie bietet Platz für rund 1200 Velos und könne bei Bedarf – zum Beispiel beim Bau des Durchgangsbahnhofs – mit baulichen Anpassungen auf 1500 Plätze ausgebaut werden. Die Velofahrerinnen und Velofahrer erreichen die Velostation über eine Zufahrtsrampe.

Angeboten werden Doppelstockparker, Ladestationen für E-Bikes, Platz für Cargovelos und Veloanhänger, Schliessfächer und eine Werkstatt für kleine Reparaturen. In den ersten beiden Jahren sei das Abstellen der Velos gratis.

Danach werde für jene Abstellplätze eine Gebühr verlangt, die sich in der Nähe des Ausgangs zur Bahnhofunterführung befinden. Für den Bau der Velostation müssen entlang der Reuss 14 Bäume versetzt oder gefällt werden.

Sie werden nach Beendigung der Arbeiten durch junge Bäume ersetzt.Dank der neuen Velostation könne die steigende Nachfrage nach Veloabstellplätzen in der Bahnhofstrasse über Jahre hinaus unterirdisch abgedeckt werden. Zudem erhalten die Fussgängerinnen und Fussgänger oberirdisch viel mehr Platz.

Gleichzeitig mit dem Bau der Station werde die Bahnhofstrasse umgestaltet. Sie erhält eine zweite Baumreihe mit 29 zusätzlichen Bäumen, einem klimafreundlichen Mergelbelag unter den Bäumen und mobilen Sitzgelegenheiten.

Geplant sei auch eine Buvette. Dank der neuen Gestaltung erhöht sich die Lebens- und Aufenthaltsqualität deutlich – man kommt an, könne verweilen und geniessen.Neben der Neugestaltung müssen diverse Werkleitungen erneuert werden.

Zudem baut ewl (Energie Wasser Luzern) eine See-Energie-Leitung durch die vordere Bahnhofstrasse und die Seidenhofstrasse. Dadurch könne die Kleinstadt künftig mit klimafreundlicher Wärme und Kälte versorgt werden.

In der Seidenhofstrasse werde das Strassenniveau auf das Niveau des Trottoirs angehoben. Zudem werden neue Bäume gepflanzt.

Die neue Bahnhofstrasse und die Zufahrtsstrassen werden zu einer Begegnungszone mit Tempo 20. Sie seien weitgehend autofrei. Nur Zubringer- und Taxifahrten seien erlaubt.

Die Ausfahrt aus dem Parkhaus Flora werde weiterhin über die Bahnhofstrasse erfolgen. Insgesamt werde der motorisierte Verkehr gegenüber heute noch einmal deutlich abnehmen.Der Bereich vor dem Luzerner Theater werde ebenfalls neu gestaltet.

Damit ein grosszügiger Platz entsteht, werde auch hier die Strasse auf das Niveau des Trottoirs angehoben. Der Platz werde mit mobilen Grünelementen und Sitzgelegenheiten möbliert, die bei Veranstaltungen einfach verschoben werden können.

Die Gestaltung werde bewusst kostengünstig umgesetzt, da sie nur vorübergehend sei – so lange, bis das neue Luzerner Theater gebaut wird. Die Theaterbox bleibt vorläufig am gleichen Ort.

Die Neugestaltung der Bahnhofstrasse und des Theaterplatzes sowie der Betrieb und der Unterhalt für zehn Jahre kosten 7,2 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich mit 2,1 Millionen Franken an den Kosten.Die Stadt Luzern bietet jeweils am Dienstag, 7., 14. und 21. September 2021 Führungen an.

Unter anderem könne die neue Bahnhofstrasse mithilfe von Augmented Reality virtuell erlebt werden. Die Führungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr vor dem Luzerner Theater.

Weitere Informationen seien unter www.linkesseeufer.stadtluzern.ch und www.bahnhofstrasse.stadtluzern.chStadtmagazin Nummer 3/2021Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer. Dieser veraltete Browser stellt die Webseiten möglicherweise nicht korrekt dar und könne Sicherheitsprobleme verursachen.

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