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Allmend in Zeiten der Pandemie

  • Allmend in Zeiten der Pandemie
    Allmend in Zeiten der Pandemie (Bild: Stadt Luzern)
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    Allmend in Zeiten der Pandemie (Bild: Stadt Luzern)
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    Allmend in Zeiten der Pandemie (Bild: Stadt Luzern)
2021-05-10 09:05:20
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Quelle: Stadt Luzern

Der Ranger muss an diesem milden Aprilvorabend nicht lange auf seinen ersten Einsatz warten, wie die Stadt Luzern schildert.

Ein frei laufender Hund trabt ihm entgegen, obwohl im Naturschutzgebiet Leinenpflicht herrscht. Der Ranger zeigt dem Hundehalter die Freilaufzone auf der Westseite der Allmend.

«Die meisten Leute reagieren freundlich auf unser Intervenieren – nur wenige seien ablehnend oder aggressiv», so Fabian Hodel.Längst trifft er nicht mehr nur Hündeler, Spaziergängerinnen und Familien auf seinen Touren. «Viele junge Leute, Partygängerinnen und –gänger haben das Naherholungsgebiet ebenfalls für sich entdeckt.» Weil sie sich wegen der Coronapandemie nicht mehr in der Stadt treffen können.

Monika Keller, Biologin und Verantwortliche für das Rangerprojekt beim städtischen Umweltschutz, bestätigt dies: «Die Coronapandemie lockt markant mehr Besucher und Besucherinnen auf die Allmend.» Vor allem während des Lockdowns im März 2020 habe es einen sprunghaften Anstieg gegeben. Die Ranger beobachten dies an «wilden Feuerstellen» und leeren Bierflaschen und anderem Abfall, den sie neuerdings in grösserer Menge im Naturschutzgebiet vorfinden.

Dennoch überwiegt die Freude über dessen steigende Beliebtheit. «Die Leute tragen mehr Sorge zu den Dingen, die sie kennen», sagt Fabian Hodel.

«Aber klar, Gespräche und viel Aufklärung seien notwendig.» Häufig sei der Ranger deshalb um die Feierabendzeit unterwegs. «Dann treffe ich oft am meisten Leute an.» Wie etwa die junge Frau, die es sich unweit vom Pfad im Gras auf einer Decke bequem gemacht hat.

«Zur Schonung der empfindlichen Pflanzen- und Tierwelt sei es im Naturschutzgebiet leider verboten, diese ökologisch wertvolle Wiese zu betreten», sagt Hodel.Der Chef der Messe Luzern hofft nun, dass die Leute und das Leben bald auf das Messe- und Sportgelände zurückkehren. Ab Herbst, so erwartet Markus Lauber, sollten grössere Veranstaltungen erneut stattfinden können – auch auf den Aussenplätzen, wo im Frühling sonst jeweils die Zelte und der Luna-Park der Luga stehen.Dort ganz in der Nähe, auf der Sportwiese vor der ehemaligen Pferderennbahn-Tribüne, spielen Matthias Paul und seine Tochter Fussball.

«Seit dem Lockdown im März vergangenen Jahres kommen wir etwa einmal in der Woche hierher», sagt er. Er wundert sich, dass es nicht voller sei auf der Allmend.

Zwar liessen ab und zu Leute ihre Modellflieger oder Drachen steigen. «Aber man könne hier die Abstandregeln stets gut einhalten», sagt der Arzt.

Er schätze das sehr, ebenso wie die tolle Aussicht auf die Berge, die man hier bei schönem Wetter geniessen könne. Auch dem Ranger Fabian Hodel gefällt der Anblick von Stanserhorn, Pilatus und Rigi.

Er sei auf seiner Tour inzwischen bei den alten Grenz-Eichen angekommen. «Sie seien ein ‹Hochhaus für Tiere›, insbesondere für Fledermäuse», erklärt er.Die noch fast kahlen Äste lassen einen vagen Blick auf das nahe gelegene Freigleis und die Umrisse der vielen Velofahrerinnen zu, die vorbeiflitzen.

Weiter geradeaus, bei einer nächsten Baumreihe, beginnt die Hundefreilaufzone. Ein weisser Schäferhund rennt über die niedrigen Wälle.

Andere Hunde tun es ihm gleich. Weitere stehen nur da, mit der Schnauze im Gras.

Leute sitzen auf Baumstämmen, reden und schauen dem Treiben zu. Auch der Entlebucher Sennenhund und sein Halter, denen Ranger Hodel ohne Leine im Naturschutzgebiet begegnet war, seien hier.

Er winkt dem Ranger zu und ruft: «Hier bin ich richtig, oder?» Fabian Hodel nickt und marschiert Richtung Eichwäldli weiter. Für heute will er seine Tour dort beenden.Als Allmenden werden seit dem Mittelalter Weiden-, Wald- und Ödlandflächen bezeichnet, die als Gemeingut von den dazu berechtigten Bewohnern eines Dorfes oder einer Stadt gemeinsam genutzt werden.

Die Luzerner Allmend, auch Bürgerallmend genannt, gehörte seit dem Mittelalter zum Gemeingut der Stadt Luzern. Alle Einwohnenden mit Stadtbürgerrecht waren damals Teil der sogenannten Allmend- oder Korporationsgemeinde und profitierten damit von den Einkünften aus deren Nutzung.Wo die Luzerner vor 500 Jahren ihr Vieh weideten und Bäume für Bauvorhaben pflanzten, richtete die Armee vor knapp 200 Jahren einen Waffenplatz ein.

Die militärische Nutzung sei mit ein Grund, weshalb ein grosser Teil des Areals unbebaut ist. Mit der Zeit wurde die Allmend zum Sport- und Unterhaltungs- sowie zum Naturschutzgebiet.

Quelle: «Die Ursprünge der Luzerner Allmend», Stadtarchiv Luzern, 2008Sie besuchen unseren Webauftritt mit dem Internet Explorer. Dieser veraltete Browser stellt die Webseiten möglicherweise nicht korrekt dar und könne Sicherheitsprobleme verursachen.

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