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Wirtschaft

Das Potenzial des Schweizer Freihandelsnetzes

Das Potenzial des Schweizer Freihandelsnetzes
Das Potenzial des Schweizer Freihandelsnetzes (Bild: Avenir Suisse)

2021-05-05 07:20:10
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Das Schweizer Freihandelsnetz umfasst 77 Partner und deckt dadurch 55% des Weltmarktes ab, wie Avenir Suisse schildert.

Somit habe die Schweiz noch einen wesentlichen Teil des Weltmarktes nicht durch Freihandelsabkommen erschlossen. Das grösste Potenzial liegt bei 15 möglichen Partnern, die zusammen 30% des Weltmarktes abdecken.

Das Schweizer Freihandelsnetz umfasst 77 Partner und deckt dadurch 55% des Weltmarktes ab. Somit habe die Schweiz noch einen wesentlichen Teil des Weltmarktes nicht durch Freihandelsabkommen erschlossen.

Das grösste Potenzial liegt bei 15 möglichen Partnern, die zusammen 30% des Weltmarktes abdecken. Das Schweizer Freihandelsnetz umfasst 77 Partner und deckt dadurch 55% des Weltmarktes ab.

Trotz dieser hohen Anzahl Partner fehlt somit noch immer ein wesentlicher Teil des Weltmarktes, der nicht durch Freihandelsabkommen erschlossen ist. Doch wo liegt das grösste Potenzial für weitere Abkommen?Um dieses Potenzial identifizieren zu können, werde eine gewisse wirtschaftliche Grösse (BIP > 250 Milliarden $) und ein bestimmtes Wirtschaftswachstum während der letzten zehn Jahre (CAGR > 2%) vorausgesetzt.

Durch diese Abgrenzung ergeben sich insgesamt 32 Staaten. Bereits mit mehr als der Hälfte davon habe die Schweiz ein Freihandelsabkommen abgeschlossen.

Es verbleiben 15 potenzielle Partner, die zusammen 30% des Weltmarktes abdecken.Die Freihandelsnation Schweiz sei mit sechs dieser 15 Partner bereits im Gespräch, einige dieser Verhandlungen seien aber ins Stocken geraten. Das aufgegleiste Abkommen mit der Zollunion Russland-Belarus-Kasachstan (EAEU) wurde aus völkerrechtlichen Bedenken aufgrund der Besetzung der Krim vorerst auf Eis gelegt.

Und die Verhandlungen mit Indien verschleppen sich aufgrund ungeklärter Fragen zu geistigen Eigentumsrechten.Zwei erfolglose Anläufe gab es für ein Abkommen mit den USA: 2006 verhinderte vor allem der Schweizer Agrarsektor den Eintritt in offizielle Verhandlungen. Die jüngsten Annäherungsversuche einer Wiederaufnahme solcher Gespräche scheiterten 2019 abermals.

Dies, obwohl ein vertieftes Freihandelsabkommen für beide Seiten eindeutige Gewinne bringen würde.Doch auch andernorts gibt es Chancen. Aus der Gruppe der ehemaligen «Tigerstaaten» fehlen noch Abschlüsse mit Thailand, Malaysia, sowie eine zwar politisch heikle, aber potenziell lohnende Gesprächsaufnahme mit Taiwan.

Des Weiteren gilt es Afrika nicht zu vergessen, wo etwa Nigeria ein grosses, unausgeschöpftes Potenzial bietet. Längerfristig böten verschiedene afrikanische Zollunionen wie die westafrikanische (Waemu), zentralafrikanische (Cemac) oder die ostafrikanische (EAC) eine Gelegenheit, den Zugang zu aufstrebenden Märkten zu sichern.

Auch die neue, im Entstehen begriffene Handelszone AfCFTA, die 55 afrikanische Staaten umfassen würde, sollte geprüft werden. Grosse Teile Afrikas seien im Schweizer Freihandelsnetz noch immer ein weisser Fleck.Auf der jüngsten Reise von Bundesrat Cassis in den Irak, einem Land, das ebenfalls zum identifizierten Potenzial zählt, wurde zwar explizit das enorme wirtschaftliche Potenzial des Landes angesprochen.

Trotzdem verpasste man die Chance, ein Freihandelsabkommen aufzugleisen oder gar nur zu erwähnen. Die bereits initiierte humanitäre Hilfestellung der Schweiz wäre ein guter Anknüpfungspunkt zur Vertiefung bilateraler Beziehungen.

Ein Abkommen schafft zusätzliche Möglichkeiten, sich regelmässig auszutauschen.Die Schweiz benötigt neue Wirtschaftsabkommen mit potenzialträchtigen Partnern, um ihre Prosperität breit abzustützen und gar auszubauen. Die notwendigen Schritte dafür seien – auch innenpolitisch – anzugehen.Mario Bonato sei seit September 2018 als Researcher bei Avenir Suisse tätig.

Zuvor arbeitete er als Teamassistent bei Avenir Suisse und auf der Sekretariatsstelle in der Anwaltskanzlei Egloff & Partner. Nach seinem Bachelorstudium in Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Sankt Gallen, absolviert er derzeit das Studium der Geschichte an der Universität Zürich.

Seit 2001 haben wir über 2000 Analysen, Publikationen, Podcasts und Videos veröffentlicht. Sie finden sie alle in unserer Bibliothek.

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