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Kriminalstatistik 2023: Anstieg der Straftaten im Thurgau um 6 Prozent

Polizeistatistik 2023: 13'047 Straftaten im Thurgau, Aufklärungsquote sinkt auf 37.2%. Weniger Kriminalität als im nationalen Durchschnitt.

2024-03-25 11:00:04
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Quelle: Kantonspolizei Thurgau

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2023 wurden im Thurgau 13'047 Straftaten nach Strafgesetzbuch registriert, das entspricht gegenüber dem Höchststand vom Vorjahr einer Zunahme um 6 Prozent. Schweizweit nahm die Zahl der Straftaten um 14 Prozent zu. Abgenommen hat im Thurgau die Aufklärungsquote, von 41.8 auf 37.2 Prozent. National liegt der Wert bei 38.5 %.

Weniger Kriminalitaet als im nationalen Durchschnitt

Eine wichtige Groesse zur Einschaetzung der Kriminalitaet ist die Haeufigkeitszahl, also die Anzahl Straftaten pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie stieg 2023 im Kanton Thurgau leicht von 43.2 auf 45.0 an. Fuer die ganze Schweiz liegt dieser Wert bei 59.3 (2022: 52.5), d.h. es gibt im Thurgau nach wie vor deutlich weniger Kriminalitaet als im nationalen Durchschnitt. In aehnlich grossen Kantonen wie Basel-Landschaft (54.0) und Solothurn (77.0) liegt die Haeufigkeitszahl deutlich hoeher, im Nachbarkanton St. Gallen ist sie mit 45.5 beinahe identisch.

Starke Zunahme bei Fahrzeugeinbruch und Diebstahl aus Fahrzeugen

Kommandant Juerg Zingg nahm ein Thema auf, das in den vergangenen Wochen und Monaten in den Medien und in der Bevoelkerung hohe Wellen geworfen hat – nicht nur im Thurgau: Die starke Zunahme der Zahlen beim Fahrzeugeinbruchdiebstahl sowie beim Diebstahl aus Fahrzeugen; begangen grossmehrheitlich von jungen Maennern aus Nordafrika mit einem Asylstatus. Beim Fahrzeugeinbruchdiebstahl gab es einen Anstieg um 70 Prozent auf 192, beim Diebstahl aus unverschlossenen Fahrzeugen um 45 Prozent auf 795 Delikte. Der Kommandant zeigte, wie die Kantonspolizei Thurgau auf diese Entwicklung reagiert hat und reagieren will.

Massnahmen gegen delinquierende Asylpersonen zeigen Wirkung

Oeffentlich zum Thema wurden die "Faelleler", wie diese Delinquenten im Polizeijargon heissen, Mitte 2023. Bereits Anfang Juli wurde die Gesamtzahl der Delikte von 2022 (660) uebertroffen. Ueber 90 Prozent der von der Kantonspolizei ermittelten Taeter waren Personen aus dem Maghreb/Nordafrika mit einem Asylstatus. Die Kantonspolizei Thurgau hat bereits im Sommer 2023 "klassische" polizeiliche Massnahmen getroffen wie erhoehte Patrouillentaetigkeit, gezielte Kontrollen und Fahndungen sowie verstaerkte Sensibilisierung der Bevoelkerung.

Zentralisierte Unterbringung

Die taktisch-operativen Massnahmen der Arbeitsgruppe haben sich also gut bewaehrt. Parallel dazu haben die Amtsleiter von Kantonspolizei, Staatsanwaltschaft, Migrationsamt und Sozialamt politisch-strategische Massnahmen erarbeitet und dem Regierungsrat vorgelegt. Die Amtsleiter wollen insbesondere eine zentralisierte Unterbringung der rueckfuehrmoeglichen Personen mit einer Hausordnung analog dem Bundesasylzentrum in Kreuzlingen erreichen.

Hohe Aufklaerungsquote bei Gewaltdelikten

Ueber die Details und Auffaelligkeiten der Thurgauer Kriminalstatistik informierte Andreas Kopp, Chef der Kriminalpolizei. Bei den Gewaltstraftaten wurden im vergangenen Jahr 1080 (2022: 1212) Delikte registriert, dies ist ein Rueckgang um 11 Prozent. Die Zahl der schweren Gewaltstraftaten, die jeweils stark im Fokus der Medien und der Oeffentlichkeit

(Quelle:Kantonspolizei Thurgau Bearbeitet mit ChatGPT)

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