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Hassdelikte in Zürich: Polizeirechtstagung zur rechtlichen Bewertung von Hate Crime

Die Kantonspolizei Bern setzt auf Sensibilisierung und Massnahmen im Kampf gegen Hassdelikte, mit durchschnittlich einem erfassten Hate-Crime-Delikt pro Woche im letzten Jahr. Die Polizeirechtstagung zur rechtlichen Bewertung von Hate Crime soll bewährte Praktiken in der Polizeiarbeit auf nationaler und internationaler Ebene aufzeigen.

Bern: 8. Fachtagung zum Polizeirecht «Hate Crime»
Bern: 8. Fachtagung zum Polizeirecht «Hate Crime» (Bild: Kantonspolizei Bern)

2024-03-08 16:00:26
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Quelle: Kantonspolizei Bern

Hassdelikt-Delikte sind ein zentrales Thema in den aktuellen gesellschaftlichen und politischen Diskussionen. Unter Hassdelikten versteht man Straftaten, bei denen Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen angegriffen werden.

Polizeirechtstagung zur rechtlichen Bewertung von Hate Crime

Das Ziel der Polizeirechtstagung war es, die rechtlichen Aspekte von Hassdelikten in der Schweiz zu beleuchten und bewährte Praktiken in Bezug auf die Polizeiarbeit sowie die statistische Erfassung, auf nationaler und internationaler Ebene aufzuzeigen. Die Gewalttat vom vergangenen Wochenende in der Stadt Zürich hat uns allen auf tragische Weise einmal mehr gezeigt, dass wir hier als Gesellschaft mit einem gravierenden Problem zu kämpfen haben», sagte der Kommandant der Kantonspolizei Bern, Christian Brenzikofer, zur Eröffnung der Tagung.

Kantonspolizei Bern setzt auf Sensibilisierung und Massnahmen

Seit dem 01.01.2023 erfasst die Kantonspolizei Bern Hassdelikte statistisch. Durchschnittlich wurde im vergangenen Jahr pro Woche ein Hate-Crime-Delikt erfasst. In etwas weniger als der Hälfte dieser Fälle bezog sich das Hassmotiv auf die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität. Hate Crime ist für die Kantonspolizei Bern ein zentrales Thema. «Jede Gewalttat ist zu verurteilen. Hassdelikte sind es besonders, weil sie sich gegen die Identität einer Person und/oder eine Bevölkerungsgruppe richten und damit das friedliche Zusammenleben in der Gemeinschaft gefährden.», betont Christian Brenzikofer, Kommandant der Kantonspolizei Bern.

Aufarbeitung und Forschung an der Universität Bern

An der Universität Bern hat die wissenschaftliche Aufarbeitung von Hate Crime einen hohen Stellenwert. In der Lehre wird die Erfassung von Hassstraftaten auf der Ebene der Straftatbestände etwa über Art. 261bis (Diskriminierung und Aufruf zu Hass) oder über Art. 173/174 (Ehrverletzungen) sowie im Sanktionenrecht über die Strafzumessung besprochen. Zudem spielen Hassstraftaten als Deliktsbereich in der Kriminologie und Hate Crime-Opfer als besondere Opfergruppe in der Viktimologie eine grosse Rolle.

Referent/-innen beleuchten verschiedene Aspekte von Hate Crime

Opferbefragungen haben ergeben, dass 3.4 Prozent der schweizerischen Bevölkerung bereits einmal Opfer von Hate Crime geworden sind. Die weitere Forschung möchte einen Beitrag liefern zu einer effektiven Prävention. Sodann sollen Vorschläge erarbeitet werden für eine spezifischere und umfassendere gesetzliche Grundlage für die strafrechtliche Verfolgung von Hate Crime in der Schweiz, welche sich insbesondere auch an den einschlägigen internationalen Empfehlungen und Best Practice orientiert.

Erfolgreiches Zusammenwirken von Wissenschaft und Praxis

Die Universität Bern schätzt das Zusammenwirken mit der Kantonspolizei Bern und dem Schweizerischen Polizeiinstitut sehr. Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis ist eine wichtige Grundlage, die Herausforderungen beim Umgang mit Kriminalität erfolgreich anzugehen. Die Fachtagung bot den Teilnehmenden eine Gelegenheit, sich über aktuelle Entwicklungen und den bewährten Umgang mit Hate Crime auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

(Quelle:Kantonspolizei Bern Bearbeitet mit ChatGPT)

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