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Jahresstatistik 2022 der Kantonspolizei Schwyz: Rückgang bei den Notrufen, weniger Verkehrstote aber mehr Verkehrsunfälle und St...

Die Kantonspolizei Schwyz war im Jahr 2022 in vielen Bereichen stark gefordert

2023-03-27 11:00:18
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Quelle: Kantonspolizei Schwyz

Die Kantonspolizei Schwyz war im Jahr 2022 in vielen Bereichen stark gefordert, wie die Kantonspolizei Schwyz schildert.

So stieg die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle nach zwei rückläufigen Jahren wieder auf 818 an. Die meisten Verkehrsun-fälle geschahen über die Sommermonate.

Das Verkehrsaufkommen war im vergangenen Jahr auf den Schwyzer Strassen auch wieder grösser als in den beiden Vorjahren, die durch die Corona-Pandemie geprägt waren. Zwei Personen liessen auf Schwyzer Strassen ihr Leben, zwei weniger als im Vorjahr.

Missachten des Vortritts sowie Ablenkung und Unaufmerksamkeit waren die Hauptursachen für die Verkehrsunfälle.Erfreulich ist, dass die Zahl der Notrufe nach einem mehrjährigen Anstieg wieder leicht rückläufig war und auf 30 005 sank. Ein Grund für den Rückgang der Notrufe ist, dass es im vergangenen Jahr kaum Grossereignisse wie Starkgewitter, Hochwasser oder Überschwemmungen gab.

Infolgedessen ging auch die Zahl der Polizeieinsätze auf 18 499 zurück. Diese Zahl liegt nur wenig unter dem Spitzenjahr 2021 (19 136).

Die Anzahl der registrierten Straftaten im Kanton Schwyz stieg im vergangenen Jahr um 21.1 Prozent und liegt erstmals seit über zehn Jahren wieder bei über 6000. Im Bereich der Cyberdelikte wurde ein Anstieg von 45 Prozent auf 634 Straftaten verzeichnet. Die sinkende Tendenz bei der Häuslichen Gewalt setzte sich nicht weiter fort.

Es musste eine Zunahme von 36.2 Prozent bei den Straftaten und 18.7 Prozent bei zusätzlichen Interventionen festgestellt werden. Erfreulich sei der Rückgang bei der Gewalt und Drohung gegen Beamte (46.2 Prozent), sowie bei der Hinderung einer Amtshandlung / Störung des Polizeidienstes (12.3 Prozent) im vergangenen Jahr.

Verkehrsunfallstatistik 2022: Weniger Todesopfer, mehr Unfälle und Verletzte Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 818 (2021: 740) polizeilich erfasste Verkehrs-unfälle. Dabei liessen zwei Menschen ihr Leben, zwei weniger als im Vorjahr.

48 (38) Personen erlitten erhebliche Verletzungen, zwei (vier) lebensbedrohliche. Die Zahl der Leichtverletzten liegt bei 267 (209).

Die Anzahl Unfälle mit Personenschaden stieg um 64 auf 319 und diejenigen mit Sachschaden minim um 14 auf 499. Mit einem markanten Anstieg von 107 auf 160 Unfälle sei das Missachten des Vortritts neu wieder die häufigste Unfallursache, gefolgt von Unaufmerksamkeit und Ablenkung. In dieser Kategorie gab es einen Rückgang von 146 auf 119 Unfälle.

Das Nichtanpassen der Geschwindigkeit sei mit einem Rück-gang von 127 auf 112 neu auf dem dritten Platz.Die Zahl der Fussgängerunfälle liegt bei 33 (29) und bewegt sich im Rahmen der Vorjahre. Unfälle, an denen E-Bikes beteiligt waren, bewegen sich weiterhin auf relativ tiefem aber tendenziell steigendem Niveau.

Die Kantonspolizei Schwyz registrierte deren 25 (17). Die Zahl der auf normalen Fahrrädern Verunfallten stieg von 36 auf 48.Bei Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung wurden wiederum fünf Personen erheblich verletzt.

Die Zahl der Leichtverletzten verdreifachte sich allerdings von 6 auf 18. 13 (10) Mal waren die E-Bike-Fahrer Hauptunfallverursacher.Die Zahl der auf dem Schulweg verunfallten Kinder stieg nach einem zweijährigen Rückgang von 7 auf 13 Verunfallte. Die Kantonspolizei Schwyz setzt alles daran, diese Zahl wieder zu senken.

Dies mit Prä-ventionskampagnen für die Verkehrsteilnehmenden und gezieltem Verkehrsunterricht in den Schulen.14 855 (13 818) Schülerinnen und Schüler besuchten Lektionen in der Verkehrs- und der Kriminalprävention. An 19 Schulorten standen zudem insgesamt 431 Schüler- und Erwachsenenpatrouilliere im Einsatz.

1240 Kinder absolvierten die in Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und den örtlichen Veloclubs insgesamt 18 durchgeführten Radtests, wovon über 97 % bestanden haben.Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kan-ton Schwyz total 68 445 (72 927) Ordnungsbussen sowie 1176 (927) Anzeigen an die Staatsanwalt-schaft. Die Übertretungsquote bei den Geschwindigkeitsüberschreitungen stieg erneut leicht an und liegt nun bei 0.51 % (0.40 %).

Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 5 472 620 (5 811 230) ausgestellt werden.

Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen stellte die Kantonspolizei weitere Ordnungsbussen im Betrag von insgesamt Fr. 574 066 (678 605) aus.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2022: Gute Sicherheitslage Im Jahr 2022 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 6021 Delikte gemäss Strafgesetzbuch, Betäubungsmittelgesetz, Ausländergesetzgebung und Bundesnebengesetzgebung erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 1 050 Straftaten (21.1 %) entspricht. Im schweizweiten Vergleich sei Schwyz bei den Verstössen gegen das Strafgesetzbuch der drittsicherste Kanton.Bei den Delikten gegen Leib und Leben mussten 242 Delikte (203) verzeichnet werden, was einer Zunahme um 19.2 % entspricht.

Die Aufklärungsquote liegt bei 89.7% (91.6 %). Im Jahr 2022 verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz weder ein versuchtes noch ein vollendetes Tötungsdelikt (2021 kein vollendetes, zwei versuchte Tötungsdelikte).

Bei den vorsätzlichen Körperverletzungen stieg die Deliktszahl von 59 auf 73 Straftaten. Die vorsätzlichen schweren Körperverletzungen sanken von dreizehn auf acht Delikte.

Es waren neun Raubüberfälle (8) zu verzeichnen. Im Bereich Häusliche Gewalt wurden 158 Straftaten registriert.

Das seien 42 Delikte mehr als im Vorjahr. In den meisten Fällen kam es zu Tätlichkeiten, Drohungen, Beschimpfungen oder einfachen Körperverletzungen.Die Delikte gegen das Vermögen stiegen an.

So wurden 2765 Straftaten verzeichnet, 35.9 % mehr als im Vorjahr. Die Gesamtaufklärungsquote bei den Vermögensdelikten sank auf 28.4 % (30.2 %).

Die Zahl der Ein- und Aufbrüche sei um 86 auf 225 Delikte gestiegen. Dies bedeutet eine Zunahme um 61.9 %.

Die Aufklärungsquote stieg auf 10.7 % (8.6 %). Mit 788 Sachbeschädigungen wurde eine Zunahme um 151 Taten (23.7 %) verzeichnet, 24.1% (23.4 %) konnten aufgeklärt werden.

Erpressungs-delikte stiegen um 72.7 % auf 57 Straftaten an.Zudem sei eine Zunahme der Anzahl Übergriffe im Bereich der sexuellen Integrität um 43 auf 138 Delikte (45.3 %) zu verzeichnen. Die Gesamtaufklärungsquote liegt bei 91.3 % (91.6 %).

Deutlich gesunken seien sexuelle Handlungen mit Kindern auf 9 Straftaten (16). Pornografie stieg um 56.0 % auf 78 Straftaten.

Gestiegen sei der Exhibitionismus auf 11 Straftaten (5). Die Vergewaltigung stieg um 66.7 % auf 10 Straftaten (6).Die Anzahl der Anzeigen wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz sei um 37 auf 771 De-likte (4.6 %) gesunken.

Eine Zunahme sei beim Eigenkonsum um 23 auf 699 Delikte (3.4 %) zu verzeichnen. Stark abgenommen haben die Anzahl Straftaten bei Anbau/Herstellung um 20 auf 12 Fälle (62.5 %) sowie beim Handel um 26 auf 16 Delikte (61.9 %).

Beim Schmuggel sei eine Zunahme um 6 auf 17 Delikte (54.5 %) zu verzeichnen. 2022 konnten wiederum Betäubungsmittel sichergestellt werden, insbesondere Marihuana 9204 g (21 551 g), LSD 434 Stück (142 Stück), Ecstasy 74 Stück (24 Stück), Halluzinogene 100 g (1317 g), Hanfpflanzen 527 Stück (1309 Stück), Kokain 144 g (102 g) sowie GHB/GBL 20 ml (87 ml).

Im Berichtsjahr verstarben zwei Personen nach dem Konsum von Betäubungsmitteln.Wegen Aufgriffen von illegal Einreisenden aus Zügen beim Bahnhof Goldau, den so genannten Perronfällen, rückte die Kantonspolizei in 243 Fällen (213) aus. Dabei wurden insgesamt 447 Personen (278) angehalten.

Der Arbeitsaufwand sank um 18 Stunden auf 1029 Stunden.Die Zahl der Brandstiftungen sei um einen auf 5 Fälle gestiegen. Die Aufklärungsquote liegt bei 100.0 % (75.0 %).

Abgenommen haben die Straftaten im Bereich Gewalt und Drohung gegen Beamte, nämlich um 18 auf 21 Anzeigen, was eine Abnahme um 46.2 % bedeutet.Die Gesamtaufklärungsquote der Kantonspolizei Schwyz sei mit 57.1 % gesunken (62.8 %). Der schweizerische Durchschnitt liegt bei 50.2 %.

Die Aufklärungsquote der Straftaten gegen das Strafgesetzbuch liegt bei 42.3 % (45.5 %) und damit leicht unter dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschuldigten erhöhte sich um 401 auf 3143 (14.6 %).

Bei den Straftaten waren 53.3 % der Beschuldigten Schweizer Staatsangehörige (54.4 %). Einer Ausländerrate von 46.7 % steht eine solche von 45.6 % im Vorjahr gegenüber.

31.9 % der Beschuldigten seien der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung zuzuordnen (31.0 %). 4.7 % der Beschuldigten waren Asylsuchende (3.5 %) und 15.0 % (14.0 %) werden der übrigen ausländischen Bevölkerung zugeordnet.

Die absolute Anzahl jugendlicher Täter von 372 (361) sei um 3.0 % gestiegen. Die Jugendrate sank auf 11.8 % (13.2 %).Die Anzahl Cybercrime-Straftaten sei um 199 auf 634 Delikte gestiegen (435).

Davon entfielen 307 Delikte auf den Cyberbetrug. Die Deliktssumme betrug total CHF 6 538 707.Den leichten Anstieg der Anzahl Verkehrsunfälle führt der Kommandant darauf zurück, dass das Verkehrsaufkommen auf den Schwyzer Strassen im vergangenen Jahr wieder zugenommen hat.

Erfreulich sei für den Kommandanten, dass die Zahl der Verkehrstoten erneut rückläufig war und mit zwei Todesopfer auf dem Niveau von 2014 liegt. "Unsere Ziel sei es weiterhin, menschliches Leid auf den Schwyzer Strassen zu verhindern.

Dazu werden wir weiterhin einen speziellen Fokus auf den Langsamverkehr mit den damit verletzlichsten Verkehrsteilnehmenden legen", so Bruno Suter.In der Polizeilichen Kriminalstatistik verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz im 2022 einen Anstieg von 21 Prozent auf insgesamt 6000 Straftaten. Im Mehrjahresvergleich sei dies jedoch ein geringfügiger Anstieg von wenigen Prozenten.

Trotz dem Anstieg im 2022 darf sich die Bevölkerung im Kanton Schwyz weiterhin sicher fühlen. Der Vormarsch der digitalen Kriminalität werde die Kantonspolizei Schwyz auch im laufenden Jahr weiterhin stark fordern.Erfreulich sei der erneute Rückgang der Verzeigungen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte.

"Hier gilt weiterhin die Null-Toleranz-Haltung", betont Kommandant Bruno Suter.Die vorliegenden Zahlen zeigen eindrücklich auf, wie gut unsere Kantonspolizei ihrem Auftrag nachkommt, nämlich die Sicherheit unserer Bevölkerung zu bewahren und zu erhöhen", bilanziert Regierungsrat Xaver Schuler, Vorsteher des Sicherheitsdepartements. Dank der hervorragenden Arbeit und dem aufwändigen Einsatz der Kantonspolizei Schwyz im Jahr 2022 zähle der Kanton Schwyz nach wie vor zu den sichersten Kantonen der Schweiz.

Die hohe Professionalität und Pflichterfüllung, sowie das täglich erforderliche Augenmass unserer Frauen und Männer im Dienst würden von der Schwyzer Bevölkerung und der Regierung sehr geschätzt.Der auch im Kanton Schwyz feststellbare Trend der Verlagerung von Straftaten in den Cyberraum werde die Kantonspolizei künftig noch vermehrt fordern. Dies gelte aber nicht nur für den virtuellen Raum: Insbesondere in den Bereichen der Jugendkriminalität und der Betäubungsmitteldelikte werde ein zusätzlicher Effort zu leisten sein.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Verhinderung von Straftaten stelle weiter- hin das Bedrohungsmanagement dar. Das Wachstum und die damit einhergehende veränderte Zusam-mensetzung der Gesellschaft, habe sich und werde sich auch auf das Arbeitsvolumen der Polizeiarbeit aus-wirken."Die Politik werde weiterhin dafür besorgt sein, unserer Kantonspolizei die nötigen personellen und mate-riellen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Auftrag auch bei stetig veränderten Ansprüchen wahrnehmen kann, so dass der Kanton Schwyz weiterhin einer der sichersten bleibt", hält Regierungsrat Xaver Schuler fest.

Er dankt allen Frauen und Männern im Dienst der Kantonspolizei für den grossen Einsatz zugunsten der Sicherheit der Bevölkerung des Kantons Schwyz..

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