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Kanton St.Gallen: Zu nah, zu schnell, zu gefährlich

  • Kanton St.Gallen: Zu nah, zu schnell, zu gefährlich
    Kanton St.Gallen: Zu nah, zu schnell, zu gefährlich (Bild: Kantonspolizei St. Gallen)
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    Kanton St.Gallen: Zu nah, zu schnell, zu gefährlich (Bild: Kantonspolizei St. Gallen)
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    Kanton St.Gallen: Zu nah, zu schnell, zu gefährlich (Bild: Kantonspolizei St. Gallen)
2022-10-27 13:00:16
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Quelle: Kantonspolizei St. Gallen

Zu geringer Abstand bei hoher Geschwindigkeit hat schon zu manchem Unfall auf St.Galler Autobahnen geführt, wie die Kantonspolizei St. Gallen meldet.

Die Kantonspolizei St.Gallen führt deshalb auf Ende 2022 ein neues Messsystem ein, welches die Einhaltung des Mindestabstands kontrolliert. Damit solle die Verkehrssicherheit auf Hochleistungsstrassen weiter erhöht werden.Das neue System mit dem Namen «Verkehrs-Kontroll-System (VKS)» sei in der Lage, den Abstand zwischen zwei Fahrzeugen sowie deren Geschwindigkeit zu messen.

Das System registriert, wenn ein Verstoss gegen die geltenden Verkehrsregeln vorliegt und zeichnet diese Widerhandlung auf. Die Kantonspolizei St.Gallen bringt die fehlbaren Verkehrsteilnehmenden dann bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen zur Anzeige, welche das Strafmass festlegt.

Eine Kopie der Anzeige geht an das Strassenverkehrsamt des Wohnkantons. Dieses prüft allfällige Massnahmen, wie beispielsweise einen Führerausweisentzug.

Verstösse gegen die geltenden Abstandsregeln werden also nicht im Ordnungsbussenverfahren abgehandelt, sondern haben immer eine Anzeige und allfällige Ausweismassnahmen zur Folge.Erhöhung der Verkehrssicherheit Mit dem neuen System könne die Kantonspolizei St.Gallen einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf den Hochleistungsstrassen (Autobahnen und Autostrassen) im Kanton leisten. Bislang konnten Widerhandlungen im Bereich «Abstand» lediglich punktuell im Rahmen von zivilen Patrouillenfahrten festgestellt und geahndet werden.

Das neue System erlaubt die Überwachung eines Streckenabschnitts über einen längeren Zeitraum und erfasst den gesamten Verkehr, der die Kontrollstelle passiert.Achtung Unfall Auf Hochleistungsstrassen im Kanton St.Gallen ereigneten sich jährlich etwa 100 polizeilich registrierte Auffahrunfälle Bei rund der Hälfte dieser Unfälle wurden Personen verletzt. Einziger Trost sei dabei, dass es in den meisten Fällen bei leichtverletzten Personen blieb.

Die jährliche geschätzte Schadenssumme dieser Unfälle belief sich auf knapp 1.5 Millionen Schweizerfranken.Auffahrunfälle seien die zweithäufigsten Unfalltypen auf Hochleistungsstrassen, nur noch Schleuder- und Selbstunfälle kommen häufiger vor. Die Ursache «zu nahes Aufschliessen» sei die häufigste Ursache dieser Unfälle auf Hochleistungsstrassen, noch vor dem Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse.Die Regeln Ein Auto, welches mit 120 km/h fährt habe bei trockener Fahrbahn einen Anhalteweg von über 100 Meter.

Bei 100 km/h beträgt der Anhalteweg über 80 Meter, bei 80 km/h rund 60 Meter. Bei nasser Fahrbahn verlängert sich der Anhalteweg rund um die Hälfte.Als Faustregel für Verkehrsteilnehmende gilt, dass der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug diese Distanz betragen muss, die man selber in zwei Sekunden zurücklegt.

In Metern ausgedrückt, könne man die aktuelle Geschwindigkeit auf dem Tacho durch zwei teilen und erhält die nötige Meter-Anzahl.Das Strassenverkehrsgesetz legt fest, dass gegenüber allen Strassenbenützern ausreichender Abstand zu wahren ist, namentlich beim Kreuzen und Überholen sowie beim Neben- und Hintereinanderfahren. Beim Hintereinanderfahren sei der Abstand so zu wahren, dass auch bei überraschendem Bremsen des voranfahrenden Fahrzeugs rechtzeitig gehalten werden kann.Toleranzen und manuelle Überprüfung Das VKS misst mit mehreren speziellen Kameras den Abstand zwischen den Vorderachsen von zwei hintereinanderfahrenden Fahrzeugen und zeichnet diese Messungen auf.

Messungen, bei denen die Abstandsregeln krass missachtet werden, zeigt das System den Mitarbeitenden der Verkehrspolizei vor Ort zur Überprüfung an. Die registrierten Verstösse werden direkt im Messfahrzeug manuell verifiziert und bestätigt.Keine Einnahmen für die Kantonspolizei St.Gallen Die Anschaffung des Systems habe die Kantonspolizei St.Gallen etwas über 200`000 Franken gekostet.

Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf rund 30`000 Franken pro Jahr. Betrieben werde das System von der Verkehrspolizei mit dem bestehenden Personalbestand.

Aufgrund dessen, dass im Falle des Nichteinhaltens des Mindestabstands eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft erfolgt, erwirtschaftet die Kantonspolizei St.Gallen mit dem Verkehrs-Kontroll-System keine Einnahmen..

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