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Kapo-Ratgeber: Sicher fahren im Alter

2022-08-25 10:00:15
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Quelle: Kantonspolizei St. Gallen

In der eigenen Unabhängigkeit lässt sich niemand gerne einschränken, wie die Kantonspolizei St. Gallen berichtet.

Deshalb sei es verständlich, dass auch ältere Menschen im Strassenverkehr aktiv bleiben wollen. Solange sich ältere Verkehrsteilnehmende noch fit fühlen, sei dagegen nichts einzuwenden.

Unsere Tipps helfen Seniorinnen und Senioren bei der sicheren Fahrt. Ab 75 Jahren müssen Fahrzeuglenkerinnen und -lenker alle zwei Jahre zur medizinischen Kontrolle und sich beim Hausarzt auf ihre Fahrtüchtigkeit hin testen lassen.

Dabei werden die psychischen und physischen Grundvoraussetzungen zum sicheren Lenken eines Motorfahrzeugs im Strassenverkehr getestet. Dies sei besonders wichtig, weil das Alter auch Veränderungen mit sich bringt.Mit zunehmendem Alter können körperliche Eigenschaften wie beispielsweise Mobilität, Beweglichkeit oder Gelenkigkeit schwinden.

Weiter könne das Sichtfeld enger werden und zu gewissen Tages- oder Nachtzeiten eine Beeinträchtigung aufweisen. Auch das Gehör und die Konzentration lassen genauso wie die Reaktionsfähigkeit tendenziell immer mehr nach.

Weitere Faktoren, welche die Fahrtauglichkeit einschränken, können aber auch Krankheiten oder Medikamente sein. Um Unfälle zu vermeiden, sei es wichtig, dass ältere Verkehrsteilnehmende die eigenen Grenzen und Fähigkeiten kennen.Ältere Menschen verursachen übrigens statistisch gesehen nicht mehr Unfälle als jüngere Fahrerinnen und Fahrer.

Die Gefahr, bei einem Unfall schwer verletzt oder sogar getötet zu werden, steigt ab dem Alter von 65 Jahren jedoch merklich an.Es empfiehlt sich, Stosszeiten sowie stark frequentierte Strassen und Ortschaften zu meiden. Auch das Wetter und die Lichtverhältnisse können einen grossen Einfluss auf die Fahrsicherheit haben.

Verzichten Sie daher darauf, bei Dämmerung oder nachts zu fahren – genauso wie bei schlechtem Wetter. Planen Sie die zu fahrende Strecke vorher gut und rechnen Sie vor allem bei längeren Fahrten genügend Pausen ein.

Benutzen Sie Ihr Fahrzeug keinesfalls, wenn Sie sich nicht vollkommen fit und fahrtauglich fühlen. Weiter sei es keine Schande, die Fahrtüchtigkeit häufiger als nur alle zwei Jahre testen zu lassen.

Ebenfalls können Sie Ihre Fahrkenntnisse in Kursen auffrischen und so mehr Sicherheit erlangen.Die meisten Personen denken von sich, dass Sie gut fahren. Diese Annahme nimmt oft auch im Alter nicht ab.

Die Kantonspolizei St.Gallen appelliert deshalb an Bekannte, Freunde sowie Familienangehörige von älteren Personen, deren Fahrverhalten im Auge zu behalten. Fällt eine ältere Person aufgrund ihrer Fahrweise auf, könne das Strassenverkehrsamt zu einer Kontrollfahrt mit einem Fahrprüfungsexperten aufbieten.

Bei Zweifeln an der Fahrfähigkeit könne unter Umständen ein einfühlsames Gespräch mit der betroffenen Person helfen. Bei Unsicherheiten oder Fragen helfen auch die Mitarbeitenden der Kantonspolizei St.Gallen jederzeit gerne weiter.Auf der Website der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU erhalten Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Ausserdem können Sie dort kostenlos einen Fahrsicherheits-Check absolvieren, um Ihre eigenen Fähigkeiten besser einschätzen zu können: https://www.fahrsicherheitscheck.ch/.

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