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Blaulicht

Kapo-Ratgeber: Rechte und Pflichten von Fussgängerinnen und Fussgängern

2022-08-25 10:00:14
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Quelle: Kantonspolizei St. Gallen

Auch als Fussgängerin oder Fussgänger gehört man zum Strassenverkehr, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilt.

Viele wissen zwar um die damit verbundenen Rechte, seien sich jedoch nicht über die ebenfalls dazugehörenden Pflichten im Klaren. Der Kapo-Ratgeber informiert.

Ampeln gelten auch für Fussgängerinnen und Fussgänger, zumindest diejenigen, die für solche vorgesehen sind. Das Betreten der Fahrbahn bei Rot und somit das Missachten des Lichtsignals könne mit einer Busse von 20 Franken geahndet werden.

Es lohnt sich also nicht nur aus Sicherheitsgründen, die Grünphase eines Lichtsignals abzuwarten.Jedes Kind weiss: «Auf dem Fussgängerstreifen habe ich Vortritt!» Aber auf einem Fussgängerstreifen unvermittelt die Strasse zu überqueren, ohne das Anhalten eines herannahenden Fahrzeugs abzuwarten, sei nicht nur rücksichtslos, sondern auch gefährlich. Es kommt immer wieder vor, dass Personen in ihren Motorfahrzeugen während der Fahrt abgelenkt sind.

Betritt jemand in diesem Moment den Fussgängerstreifen, könne es zu gefährlichen Situationen oder sogar Unfällen kommen. Ähnlich gefährlich sei das Betreten der Fahrbahn beispielsweise hinter einem haltenden Bus oder parkierten Fahrzeugen.Wird die Fahrbahn neben dem Fussgängerstreifen überquert, könne dies mit einer Busse von zehn Franken geahndet werden.

Diese Regelung gilt bis 50 Meter vor und nach dem Fussgängerstreifen. Bei Fussgängerüberführungen und -unterführungen gelten dieselben Vorschriften.In Begegnungszonen haben Fussgänger grundsätzlich Vortritt vor dem rollenden Verkehr.

Dies gilt auch beim Überqueren der Strasse. Anders sieht dies bei 30er-Zonen aus.

Fussgänger dürfen zwar grundsätzlich überall die Strasse überqueren, sie müssen dabei aber den Fahrzeugen auf der Strasse den Vortritt gewähren. Es könne jedem passieren, dass das Auto eine Panne habe oder man damit sogar einen Verkehrsunfall verursacht. In diesem Fall sei höchste Vorsicht geboten: Es sei ratsam, beim Verlassen des Fahrzeugs auf einer Fahrbahn umgehend Schutz hinter der Leitplanke zu suchen.

Zudem sollte man sich schnellstmöglich eine Warnweste überziehen.Unabhängig davon werde das grundlose Betreten der Fahrbahn durch Drittpersonen mit einer Busse von 20 Franken bestraft und sei ebenfalls ausserordentlich gefährlich. Viele unterschätzen eine solche Situation, respektive die damit verbundenen Gefahren.Auch beim Joggen oder Spazieren am Fahrbahnrand ohne Gehweg gibt es einiges zu beachten: Hält man sich auf einer öffentlichen Strasse auf, so muss am linken Fahrbahnrand gegangen werden.

Sind mehrere Personen zusammen unterwegs, müssen diese hintereinander gehen. Das Gehen oder Laufen sei auch auf Ausserorts-Strecken nicht verboten, erfordert jedoch umso mehr Vorsicht seitens der Fussgängerin oder des Fussgängers.

Nicht erlaubt sei der ungezwungene Aufenthalt am Fahrbahnrand von Autobahnen und Autostrasse.Vor dem Beginn eines Spaziergangs am Strassenrand sollte man sich bereits zu Hause Gedanken über die geeignete Ausrüstung machen. Ist es draussen dunkel oder die Witterung schlecht, sollte man sich helle Kleidung oder bestenfalls solche mit reflektierenden Komponenten anziehen.

Ist solche Kleidung nicht vorhanden, macht es Sinn, sich bei schlechten Sichtverhältnissen mit einer Taschenlampe oder einem anderen Leuchtmittel auszurüsten. Beachten Sie dazu auch den Kapo-Ratgeber Sichtbarkeit bringt Sicherheit.Die Auflistung der zu erwartenden Bussen bei Widerhandlungen seien ebenfalls in der Strassenverkehrsgesetzgebung zu finden.

Mit Busse von zehn Franken werden die untenstehenden Widerhandlungen bestraft:Wie überall im Strassenverkehr gilt: Aufeinander Rücksicht nehmen! Wenn alle Verkehrsteilnehmenden aufeinander achten, können viele brenzlige Situationen frühzeitig entschärft werden oder entstehen gar nicht erst. Weiter muss man sich vor Augen halten, dass man eine gewisse Vorbildfunktion gegenüber Kindern hat.

Wenn nun eine Situation vermeintlich als ungefährlich oder legitim eingeschätzt werde und deswegen eine Gesetzesübertretung in Kauf genommen wird, könne das ein Kind, welches die Situation beobachtet hat, nicht zwingend gleich interpretieren. Dieses stellt nur eine Person fest, die an einer Stelle die Fahrbahn überquert.

Im dümmsten Fall macht das Kind dasselbe, ohne sich über die Risiken und Gefahren in Klaren zu sein. Seien Sie deshalb auch für die Kleinen stets ein Vorbild im Strassenverkehr..

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